Jetzt mal konkret: Neue e(book)Commerce-Kompetenzen im Börsenverein

Geschrieben von René am 7. Juni 2011 | Abgelegt unter Der Sortimentsbuchhändler im digitalen Zeitalter

Unabhängig davon, dass jede jede Buchhandlung für sich entscheiden muss, ob und wie sie sich im Internet bzw. digital engagiert, könnten doch auch einige Optionen verbandsseitig geprüft werden:

Wenn man sich das Positionspapier des SoA aus 2006 ansieht, sind dort bereits ausgiebig die “Änderungen in der Sortimentsstruktur” und die “Erweiterung bzw. Verlagerung der Vertriebsschienen für das Buchhandelssortiment” beschrieben worden; auf die dort dokumentierten “Schwerpunkte der Arbeit des Sortimenter-Ausschusses” hatte dies aber keinen Einfluss.
Ich finde, der SoA sollte sich hier neu justieren.

Der Sortimenter-Ausschuß könnte den AKEP genauer unter die Lupe nehmen, deren Erfolge/Misserfolge analysieren und erwägen, einen Arbeitskreis eCommerce (AK eCom) zu initialisieren.
Die Verleger haben sich da doch ein sehr hilfreiches Werkzeug geschaffen, mit dem einige Aufgaben gut erkannt und angegangen wurden.

In der Kommunikation des Börsenvereins wünsche ich mir im Moment vor allem eine Zentralisierung des bereits vorhandenen Wissens zu eCommerce und eBooks.

Hilfreich wäre eine Datenbank zu aktuellen Studien, Aufsätzen und sonstigen Beiträgen, ein Kongress-Planer, die die vielen Veranstaltungen zum Thema bündelt, auch gerne ein Fortbildungs-Kalender, auf dem Seminar-Angebote strukturiert dargestellt werden.
Außerdem könnte hier das Wissen des “Softwareangebots für den Buchhandel” eingebettet werden, soweit es mit dem Thema zu tun hat.
Und vielleicht könnte man ja auch noch ein passendes Dienstleister- und Beraterverzeichnis einrichten (wenn ich es nicht übersehen habe…)

Und bei der MVB/Libreka wünsche ich mir noch ein sichtbareres Scharnier an der Schnittstelle Entwicklung / Handel. Hier könnten und sollten die gerade erst aufkommenden Fragen, Konzepte und Ideen aus dem Handel abgeholt werden (und die dafür notwendigen Kommunikations- und Diskussionsformen zwischen den interessierten Buchhändlern unterstützt und weiterentwickelt werden), und von hier sollten die Services, Tools und das akkumulierte Wissen in den Handel zurückgegeben werden.

Ich finde, es ist zwar ungünstig, dass wir Buchhändler heute noch nicht genug über unsere Möglichkeiten im e(Book)Business wissen. Aber dieses Nichtwissen sollte uns auch nicht all zu sehr beeindrucken.
Es geht deutlich schneller, fehlendes Wissen aufzuholen, als jeden Schritt der Entwicklung mitgemacht zu haben. Es ist auch um einiges preiswerter, den einen oder anderen Fehler nicht selbst gemacht zu haben…

Im übrigen speist sich mein Optimismus aus der Annahme, dass es nicht nur darum geht, den Kuchen zu verteilen, sondern am besten miteinander einen größeren zu backen.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Trackback URI |